Sonstiges

Fahrt ins Osnabrücker Land vom 23. - 26.08.2007

Es ist schon Tradition für die Historische Technik-Gemeinschaft, einmal im Jahr eine mehrtägige Fahrt mit Oldtimerfahrzeugen zu veranstalten. Nach Harz, Schleswig-Holstein, Wendland und Weserbergland in den
vergangenen Jahren, war das Osnabrücker Land in diesem Jahr das Ziel.

Helga und Friedel Grote, Silke und Thorsten Krupp, Heidrun und Volker Scheller hatten eine schöne Fahrtroute ausgearbeitet. 38 Personen mit 9 Solo-Motorrädern, 3 Gespannen und 9 Pkw wollten gerne teilnehmen.

Am 23. August um 8.00 Uhr brachen nacheinander 4 Gruppen vom Hof der Pizzeria "Bei Augusto" auf.
Bei der ersten Rast in Bramstedt trafen sich alle wieder. Der nächste Streckenabschnitt führte an den Dümmer-See. Hier war Gelegenheit zum Mittagessen. Gegen Abend hieß der Wirt des Hotels "Landhaus Meyer zum Alten Borgloh" in Bad Laer die Zevener willkommen.

Bad Laer war das Quartier für drei Nächte und der Ausgangspunkt für die Touren der nächsten Tage. Am Freitagmorgen ging es ins Automuseum Melle. Das Besondere an diesem Museum ist, dass Oldtimerbesitzer ihre zugelassenen und fahrbereiten Fahrzeuge gegen ein Entgelt für ein halbes Jahr im Museum ausstellen können. Dadurch sind ständig neue Exponate zu sehen.
Im "Gasthaus zum Kühlen Grunde" - direkt am Mittellandkanal in Minden konnten die HTG-Freunde im Biergarten eine gemütliche Mittagspause verbringen. Auf landschaftlicher reizvoller Route ging es zurück nach Bad Laer.

Der Samstag begann mit der Besichtigung des Motorradmuseums Ibbenbüren. Die ausgestellten Zweiräder vieler Fabrikate, stießen auf großes Interesse besonders der Motorradfahrer. Nach knapp zwei Sunden Aufenthalt ging es weiter nach Bramsche.

Das Tuchmacher-Museum zeigt in einzigartiger Weise die Wollverarbeitung im frühen 20. Jahrhundert. Bei einem Rundgang mit einer sehr anschaulichen Führung konnten die Teilnehmer die 18 Fertigungsgänge zur Tuchherstellung an den historischen Maschinen hautnah erleben. Ein eindrucksvolles Industriemuseum, dass Frauen und Männer gleichermaßen begeisterte.

Am Samstag ging es nach dem Früstück auf den ca. 200 km langen Heimweg. Das Mittagessen wurde in einem typischen Artlandhof eingenommen. Im Innenhof des alten Anwesens konnten alle sich bei einem Grillbuffet für die restliche Heimfahrt stärken. Gegen Abend trafen alle Teilnehmer wohlbehalten im heimatlichen Zeven ein. Vier Tage herrlichstes Wetter, interessante Besichtigungen, tolle Fahrstrecken, eine intakte Gemeinschaft - besser hätte eine Fahrt nicht sein können. Nachfolgend sehen Sie einige Fotos:

Instruktionen vor Abfahrt Mittagspause am Dümmer Kommissbrot
Aauf dem Hof der Pizzeria Bei Augusto Pausengenuss nach dem Mittag  />Ein wenig Blech, ein wenig Lack ...
Im Automuseum Melle Im Biergarten Motorradmuseum Ibbenbüren
Ein seltenes Stü:ck Gasthaus zum kühlen Grunde? Erinnerungen an früher
Motorradmuseum Ibbenbüren Tuchmachermuseum Artlandhof
Amerikanische Träume Am Jacquard-Webstuhl Schö:ner Innenhof

 

Ostfriesland vom 19. - 21. Mai 2006

Am Freitagmorgen um 8.00 Uhr starteten 31 Mitglieder der HTG zu einer dreitägigen Fahrt nach Ostfriesland. Die Wetterprognose ließ die Gruppe der Motorradfahrer auf 8 hartgesottene Teilnehmer schrumpfen, die anderen zogen die Mitfahrt im PKW vor.
Bei Sandstedt überquerte die Gruppe die Weser und traf gegen Mittag in Jever ein. Nach Mittagspause und kurzer Stadtbesichtigung erlebten die Technik-Freunde einen ersten Höhepunkt: ein privater Sammler hatte zur Besichtigung seines Museums eingeladen.
Die hervorragend restaurierten Exponate begeisterten die Besucher und führten zu ausführlichen Technik-Gesprächen. Neben einigen PKW (VW-Käfer, BMW-Isetta, Goggomobil) waren viele interessante und seltene Krafträder zu sehen. Selbst die alten Hasen der Oldtimerfreunde staunten über die "Imme" oder eine "Achilles". Nach der Besichtigung stärkte sich die Gruppe bei Kaffee und Butterkuchen.
Gegen Abend wurde das Gästehaus Fecht - ein bikerfreundliches Hotel bei Aurich - erreicht. Am nächsten Morgen starteten die Teilnehmer zum ersten Ziel des Tages, dem "Dörpmuseum" in Münkeboe. Tante-Emma-Laden mit Bäckerei, Dorfschule, Stellmacherei, Dorfschmiede, Gattersägewerk und Gulfhofanlage erinnerten die Besucher an frühere Zeiten und alte Handwerkstechniken.
Am Nachmittag stand das Automobil- und Spielzeugmuseum in Norden/Norddeich auf dem Programm. über 60 Autos hat der ehemalige Rennfahrer Michael Klein aus Stuttgart zusammengetragen. Die Sonderausstellung "Faszination Kleinkraftrad" ist eine Leihgabe der Kreidlerfreunde Norden. Dort ist auch die Originalmaschine zu sehen, die im Jahr 2000 den Intercity auf der Strecke Hamburg - Wien um 10 Minuten schlug.
Zurück im Hotel konnte die nasse Motorradkleidung im gemütlichen Kaminzimmer schnell trocknen. Ein Grillabend versöhnte mit dem regnerischen Tag. Auf der Rückfahrt ließen es sich die Technikfreunde im Restaurant "Wasserburg" in Harpstedt schmecken, am Nachmittag schauten sie noch in Stapel bei der Firma JFW vorbei, um dann im Café "Bei Augusto" die Fahrt ausklingen zu lassen. Nachfolgend sehen Sie einige Fotos:

Pause bei Sandstedt Im Privatmuseum Magnus Kaffee und Butterkuchen
1. Rast noch bei gutem Wetter Begrüßung durch den Firmenchef Thorstens Eltern verwöhnen uns
Navi wird programmiert Spaß im Seitenwagen Automobilmuseum Nordsee
Friedel gibt die Route ein Maike un Ulrike genießen die Fahrt Gruppenfoto im Automobilmuseum

 

 

Ein Jahresrückblick auf das Jahr 2004
Technik - Touren - Treffen
Historische Technik-Gemeinschaft und Umgebung blickt zurück auf das Jahr 2004

Immer am 1. Mittwoch des Monats treffen sich ab 19.00 Uhr im Café "Bei Augusto" gut gelaunte Menschen. Sie freuen sich auf die Gespräche mit Freunden, deren Interesse alter Technik gilt. Fast ausschließlich
Männer haben sich deren Erhaltung und Pflege verschrieben. Jeweils am Beginn des Treffens, nach der offiziellen Begrüßung, steht der Klönschnack auf der Tagesordnung. Erstaunlich ist, wie viele dieser alten Hasen sofort die Gelegenheit nutzen, sich Anregungen für die Lösung brennender Probleme zu holen. Schließlich ist hier hohe Fachkompetenz anzutreffen, und fast jeder Anwesende hat irgend ein kleines oder großes Stück in Arbeit. So ist guter Rat hier nicht teuer, sondern gern gehört und auch gegeben.
Manchmal bringt jemand eine alte Uhr, ein maßstabsgetreu nachgebautes Modell eines Traktors oder einer Dampfmaschine mit. Dann wird das Kind im Manne wach. Die Ausführung des Modells wird genau überprüft: "Guck mal, die Kanten der Bleche sind ordentlich umgebördelt! Funktioniert das Modell richtig?"

Kritische Gutachter

 

In der Hauptsache sind es jedoch die alten Motorräder, Fahrräder, Stand- und Bootsmotoren, Ackerschlepper, Autos, Nutzfahrzeuge oder auch Teile alter Motoren und Fahrzeuge die für nicht ausgehenden Gesprächsstoff sorgen. Am Ende des Jahres 2004 steht fest: der bunte Reigen von Veranstaltungen und Unternehmungen hat die Gemeinschaft zusammengeschweißt. Sogar während der Urlaubszeit sind nie weniger als 30 Leute zu den monatlichen Treffen gekommen.

 

Oldtimertreffen 2004 Interessiert lauschen die Frauen und Männer den Vorträgen, die in loser Folge zu unterschiedlichen Themen gehalten werden: ein Freund gibt über seine Traktorfahrt nach England einen Bericht: er ist dort zum zweiten Mal Gast eines großen Treffens alter Traktoren. In diesem Jahr hat er dort einen Orden bekommen - für die weiteste Anreise unter den mehr als 120 Traktor-Ausstellern.
Ein begeisterter Reisebericht vom "Steam Fair", dem größten Treffen alter Dampfmaschinen und dampfbetriebener Orgeln der Welt in Dorset/England, lässt das Ereignis lebendig werden. Die mit Video-Kamera festgehaltenen Bilder und Geräusche runden den Eindruck von diesem überwältigenden Ereignis ab.

 

Die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern stellte einen Höhepunkt des Lebens der Gemeinschaft dar. So groß wie in diesem Jahr war die Teilnehmerzahl noch nie - etwa 40 Menschen hatten sich auf den Weg gemacht und genossen die Schönheit des Landes und seiner Hauptstadt Schwerin.

Geselligkeit kommt allerdings während des ganzen Jahres nicht zu kurz: eine Kohltour, ein Grillabend und zum Jahresende ein Italienisches Buffet sorgen dafür, daß auch die Frauen in die große Runde einbezogen werden. Ein Gemeinschaftsausflug besonderer Art war Ende Januar die Fahrt mit dem Linienbus zur zweiten "Bremen Classic Motor Show".

Da viele der Frauen und Männer alte Fahrzeuge besitzen, fanden auch Ausfahrten damit statt - aber selbstverständlich waren auch Technik-Freunde mit modernen Fahrzeugen dabei genau so willkommen. In diesem Jahr wurde als erstes Ziel einer Tagestour die alte Mühle in Federlohmühlen im südlichen Kreisgebiet angesteuert.
Die folgende Fahrt ging zur Ziegelei Bevern. Sie ist durch die Familie Pape und einen Förderverein zu einem herauragenden Museum geworden. Die vollständig erhaltene Betriebsanlage ist eine von vier oder fünf im ganzen Bundesgebiet noch erhaltenen Ziegeleien.
"Oldtimer"! erholen sich vom Besichtigungsstreß Der Weg vom Tonklumpen zum fertigen Ziegel ist hier nachzuvollziehen, als sei erst gestern die letzte Partie Steine abgeholt worden. Eine Führung erläuterte den Betriebsablauf. Einer der Höhepunkte: der ruhig laufende alte Herford-Standmotor, der extra für die HTG-Freunde in Betrieb gesetzt wurde.

Herford-Motor

 

 


Großes Interesse rief auch die Fahrt ind die Nähe des Dümmer hervor. Hier stand der Besuch einer historischen Tischlerei auf dem Programm. Der junge Besitzer hatte es geschaftt, sie mit sämtlichen Maschinen und Werkzeugen vollständig zu erhalten. Sie war in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf dem Hof gegründet worden und hat noch heute in einem der Hofgebäude ihren Platz. Die Besucher aus Zeven und Umgebung kamen aus dem Staunen nicht heraus - eine so komplette Werkstatt hat Seltenheitswert.

Seit mehreren Jahren hatten verschiedene Freunde der HTG bereits Versuche unternommen, eine Fahrt mit dem Transrapid, der Magnetschwebebahn, zu organisieren. In diesem Jahr ist es endlich gelungen: nicht nur der Termin wurde reserviert, sondern auch die Fahrt mit diesem Zug kam zustande. Die Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg war ein zusätzliches Bonbon. Auch dieser Tag war rundherum gelungen.
Mit 420 km/h auf der Versuchsstrecke 

An einigen Tagen hatten in diesem Jahr auch die Besitzer alter Traktoren ihren Auftritt: bei eisiger Kälte fuhren einige von ihnen auf eigener Achse nach Wistedt bei Tostedt. Zur Ziegelei nach Bevern, nach Kl. Meckelsen, nach Selsingen war es immerhin nicht mehr so kalt.
Krönender Abschluss des Jahres: die Beteiligung der HTG an der Erntewagen-Parade. Während H.Bardenhagen. G. Behrens, H. Schlesselmann, D. Friedrich, R. Ryll und V.Scheller mit ihren auf Hochglanz gebrachten Traktoren für Freude bei den Zuschauern sorgten, erregten J. Bagatsch und O. Behrens auf ihren original erhaltenen Melkrädern und in entsprechender Kleidung Aufmerksamkeit.
So fuhr man früher zum Melken

 

Die "Historische Technik-Gemeinschaft" ist kein Verein, sondern ein loser Zusammenschluss von Menschen, die ihr gemeinsames Interesse an alter Technik verbindet. Es werden hier keine Pflicht-Beiträge erhoben und es gibt keine Verpflichtung, regelmäßig an den monatlichen Treffen teilzunehmen. Es ist einzig erwünscht, dass sich alle Interessierten an gemeinsamen Aktionen beteiligen: an Ausfahrten, Ausstellungen und speziell auch an den Vorbereitungen und der Durchführung der alljährlichen Präsentation, die immer am 1. Sonntag im Juli stattfindet.
Autorin:Heidrun Scheller

 

 


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